Mittwoch, 26. März 2008
Der Winter ist da
ist er da, der Winter. Bester Schneeballschnee. Es ist ein wenig hell
für die Augen...
Sonntag, 23. Dezember 2007
Kunst, Künstler und Interviews: Antoni Tàpies
Da ich gerade dabei bin die künstlerischen Einflüsse zusammen zu suchen, darf Antoni Tàpies natürlich nicht fehlen. Die großen Formate seiner Arbeiten, die Verwendung der Materialien und die Sprache der Symbole sprechen mich sehr an.
Auch dieses Video ist bei Youtube zu finden und von jemanden zusammengestellt, um einen Überblick über die Arbeiten von Antoni Tàpies zu geben. Mehr Information sind über die Fundació Antoni Tàpies zu bekommen.
Samstag, 22. Dezember 2007
Kunst, Künstler und Interviews: Philip Glass
Seine Musik/Soundwelt hat mich schon immer gepackt, Poesie im Körper, Bei seiner Musik, mit geschlossenen Augen, habe ich das Gefühl meine Seele kann fliegend tanzen (manchmal ist Tanz nicht nur freudig herumflattern - koyaanisqatsi). Danke.
Kunst, Künstler und Interviews: Andy Goldsworthy
Dieser Künstler ist für mich auch ein Poet, nicht zwangsläufig neu, die Arbeiten und Ideen, aber das visuelle Erlebnis und die Art und Weise diese Arbeiten herzustellen sind so reizvoll und schön. Jede Stunde banale Unterhaltung am TV verglichen mit diesem Spielen ist schade... River and Tides
Kunst, Künstler und Interviews: Joseph Beuys
"COYOTE" "I Like America and America likes me"
Diese Arbeit von Joseph Beuys gehört mit zu den Arbeiten, die mich sehr beeindruckt haben. Ähnlich Richard Long und Marina Abramovic (und vielen Performance-Künstlern) setzt er sich einer ganz gewissen Aktion/Situation aus und teilt seine Erfahrung. Diese Arbeit ist jedoch für mich wichtig, weil die Frage nach der (gesellschaftlichen) Aufgabe der Kunst angesprochen wird. Eine interessante Frage, finde ich.
Kunst, Künstler und Interviews: Marina Abramovic
Marina Abramovic und Ulay, auch Aussteller der "Gehen Bleiben" Ausstellung im Kunstmuseum Bonn. Ansprechend finde ich das Ausprobieren, Erfahren, einfach den menschlichen "Körper" als "Werkzeug" nutzend; dass die Künstler sich als Akteur und als "Medium" im Sinne von Material erproben...
Kunst, Künstler und Interviews: Richard Long
Richard Long, einer der Aussteller "Gehen Bleiben" in Bonn. Interview und über seine Arbeiten. Die Ausschnitte über seine Arbeit sind u.a. bei "Youtube.com" zu finden: Richard Long, Circle of stones in Algeria, 1988 - from the video Stones and flies: Richard Long in the Sahara. Die Arbeiten von ihm finde ich beeindruckend und schön, intensiv. Dank an David Cushway für das Hinweisen auf Richard Long.
Ausstellung: "GEHEN BLEIBEN"
Schlafen, Frühstücken, Kunst sehen... Diese Ausstellung fand ich
sehr vertraut, die Arbeiten von Marina Abramovic und Ulay, Richard
Long und Joseph Beuys haben mich in Cardiff sehr "geführt" und stark
angesprochen. Sich in eine Aktion zu bewegen, diese Aktion als
Erfahrung zu erleben, diese Aktion und das Erlebnis zu dokumentieren,
diese Aktion, das Erlebnis, die Erfahrung und die Dokumentation
(Spuren, ?) zusammen zu bringen, nachvollziehbar zu machen (?), und
aus diesem persönlichen Tun heraus einen Bezug zu einem sozialen,
gesellschaftlichen Thema zu finden, spricht mich an und macht Lust
auf eigenes Tun. Die Ausstellung finde ich, obwohl recht
überschaubar, sehenswert. Videoarbeiten sprechen mich im Moment
ziemlich stark an. Wird Zeit zum selber experimentieren!
"GEHEN BLEIBEN" Eine Ausstellung zu sehen noch bis zum 17.02.2008 im Kunstmuseum Bonn
Text von: www.kunstaspekte.de:
"Die Ausstellung gehen bleiben im Kunstmuseum Bonn umfasst über 80
Installationen, Objekte, Videos, Dokumentationen von Performances,
Wandbilder, Fotos, Zeichnungen von 37 internationalen Künstlerinnen
und Künstlern aus den sechziger Jahren bis heute, die von der
Bewegung sprechen und von Orten, an denen die Bewegung anhält. Sie
zeigen das Gehen und das Bleiben als unmittelbare, freie oder
erzwungene Erfahrungen, die an den Körper gebunden sind und damit
auch Erfahrungen von Identität vermitteln, so rudimentär diese
erscheinen mag. Sie befragen prinzipielle Möglichkeiten der
Selbstwahrnehmung und Selbstvergewisserung, der Beziehung zu Raum,
Ort, Zeit, formulieren im Gehen und Bleiben aber auch historische,
gesellschaftliche und biographische Erfahrungen.
mehr dazu...
Kunstmuseum Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 2
53113 Bonn
Deutschland
fon 0228 77-6260/-6211
kunstmuseum@bonn.de
GEHEN BLEIBEN
Bewegung, Körper, Ort in der Kunst der Gegenwart
Kurator: Volker Adolphs
mit Marina Abramovic / Ulay, Absalon, Pilar Albarracin, Helena
Almeida, Darren Almond, Ulf Aminde, Janine Antoni, Samuel Beckett,
Joseph Beuys, David Claerbout, Willie Doherty, Olafur Eliasson,
Hamish Fulton, Regina Jose Galindo, Mona Hatoum, William Kentridge,
Kristof Kintera, Sigalit Landau, Richard Long, Kris Martin, Bruce
Nauman, Astrid Nippoldt, Julia Oschatz, Tony Oursler, Paul Ramirez-
Jonas, Pipilotti Rist, Michal Rovner, Seifollah Samadian, Kim Sooja,
Nancy Spero, Jan Verbeek, Bill Viola, Katerina Vincourova, Franz
Erhard Walther, Rachel Whiteread, Andrea Zittel
Pressetext:
Eröffnung: 27. November, 20 Uhr
Der Mensch ist in der Bewegung, er geht um zu gehen, aber auch, um einen Ort zu finden, er bricht auf, um nicht bleiben zu müssen, er
möchte bleiben, um nicht in die Fremdheit zu fallen, er entscheidet
sich für ein Unterwegssein ohne Ziel und will doch ankommen. Der
Mensch geht aus vielfältigen Gründen, er ist Entdecker, Forscher,
Eroberer, er ist Siedler, Pilger, Missionar, schließlich Tourist, er
geht, um die Welt zu verstehen, zu vermessen, zu besitzen, zu
verändern, zu genießen. Er geht in der Hoffnung auf Einsicht,
Verwandlung, Zukunft, aus Gier, Verzweiflung, Lust, er weicht der
Gewalt, er wird vertrieben. In allen Kulturen und Religionen spielen
die Bilder von Aufbruch, Unterwegssein, Rückkehr eine wichtige Rolle.
Auch unser Leben ist von der Sehnsucht bestimmt, einfach loszugehen,
der Sehnsucht nach Ferne, und zugleich wünschen wir uns die
Sicherheit, heimkommen zu können, eine Bleibe zu haben.
Die Ausstellung gehen bleiben im Kunstmuseum Bonn umfasst über 80 Installationen, Objekte, Videos, Dokumentationen von Performances,
Wandbilder, Fotos, Zeichnungen von 37 internationalen Künstlerinnen
und Künstlern aus den sechziger Jahren bis heute, die von der
Bewegung sprechen und von Orten, an denen die Bewegung anhält. Sie
zeigen das Gehen und das Bleiben als unmittelbare, freie oder
erzwungene Erfahrungen, die an den Körper gebunden sind und damit
auch Erfahrungen von Identität vermitteln, so rudimentär diese
erscheinen mag. Sie befragen prinzipielle Möglichkeiten der
Selbstwahrnehmung und Selbstvergewisserung, der Beziehung zu Raum,
Ort, Zeit, formulieren im Gehen und Bleiben aber auch historische,
gesellschaftliche und biographische Erfahrungen. Sie entwerfen
Modelle für andere Möglichkeiten zu leben und sehen im Gehen ebenso
eine Metapher für das Transitorische und Flüchtige, das Vergehen der
menschlichen Existenz. So umspannt die Ausstellung die verwirrende
Gleichzeitigkeit der Empfindung, die Gehen und Leben, Bleiben und
Erstarrung in eins setzt, andererseits im Gehen ein nomadisch
ruheloses Umherirren, im Bleiben ein Ankommen bei sich selbst erkennt.
Einer zunehmend globalen und mobilen Gesellschaft erscheint das Nomadische heute geradezu als adäquate und authentische Lebensform
der Ungebundenheit. Die Rückseite dieser Ansicht von Mobilität ist
die nicht frei gewählte, sondern von politischen, ökonomischen und
anderen Gründen aufgezwungene Migration, die ebenso zur
gegenwärtigen Diskussion gehört. Im Zeitalter elektronischer Medien
sind wir auch in anderer Hinsicht unterwegs, in Datennetzen und
Simulationen, die dem Körper und dem Raum ihre Bedeutung nehmen, in
einer entgrenzten Kommunikation, die uns überall und nirgends zu
Hause sein lässt. Die Ausstellung handelt aber nicht von der
Beschleunigung und Auflösung in eine virtuelle entkörperlichte
Mobilität, nicht von digitaler, sondern von analoger Bewegung, von
physischer Erfahrung, auf dem Weg und am Ort zu sein. Sie stellt auch
nicht sozialkritische Fragen zur Migration in den Mittelpunkt und
umfasst doch Werke, die zeigen, dass der Künstler, heute selbst ein
überall in der Welt arbeitender Nomade, Teil und Prototyp einer
Gesellschaft ist, die das Instabile, das Dazwischen, den Übergang als
Realität angenommen hat und zugleich als Entfremdung und als
kulturelle Entwurzelung erleidet.
Die Kunst der Gegenwart hat für die Erfahrungen zwischen Bewegen und
Verharren, Weg und Ziel vielfältige Bilder gefunden. Sie umschließen
die grundsätzliche Thematisierung des Gehens, im Atelier, in der
Stadt, in der Landschaft, bis zur äußersten physischen Grenze. Sie
formulieren die Macht sozialer Deformation und politischer Gewalt,
entwerfen aber auch utopische Visionen der Veränderung. Sie zeigen
vom Leben besetzte Objekte und Räume, Türen, Betten, mobile Orte des
Wohnens, Zeichen der Ankunft, Erwartung und Passage, die vom
schwankenden Sinn des Gehens wie des Bleibens sprechen.
Es erscheint ein Katalog mit Abbildungen der ausgestellten Werke und Texten der beteiligten Künstler und Künstlerinnen: Marina Abramović/
Ulay, Absalon, Pilar Albarracín, Helena Almeida, Darren Almond, Ulf
Aminde, Janine Antoni, Samuel Beckett, Joseph Beuys, David Claerbout,
Willie Doherty, Olafur Eliasson, Hamish Fulton, Regina Josè Galindo,
Mona Hatoum, William Kentridge, Krištof Kintera, Sigalit Landau,
Richard Long, Kris Martin, Bruce Nauman, Astrid Nippoldt, Julia
Oschatz, Tony Oursler, Paul Ramírez Jonas, Pipilotti Rist, Michal
Rovner, Seifollah Samadian, Kimsooja, Nancy Spero, Jan Verbeek, Bill
Viola, Kateřina Vincourová, Franz Erhard Walther, Rachel Whiteread,
Andrea Zittel.
Kurator: Dr. Volker Adolphs"
Dienstag, 18. Dezember 2007
Dienstag, 11. Dezember 2007
Das Jahr geht zu Ende
Viel zu zeitig verlässt mich mein geliebter Schlaf. Gedanken blitzen auf, versinken und spielen "Moorhuhn" mit meiner Aufmerksamkeit, nicht fassbar, unruhig, ziellos. Da die Hoffnung auf einen kleinen Rest Ruhe verflogen ist, stehe ich auf. Gewohnte Bahnen führen mich in die Küche, zu einem Kaffee, zu meinem Stuhl, zu meinem Platz. Die gewohnten Wege beruhigen, das Herz klopft langsamer, wenn auch mit starker Wucht. Schön so ein Herzschlag, ein Klopfen, ein Zeichen, ein Rhythmus, Leben. Diese kleine Stadt schläft noch. Der Winterschlaf scheint nicht aufzuhören.
Ich versuche mich an den Winter vor einem Jahr zu erinnern. Nicht zu vergleichen: "dieses Leben jetzt" mit dem "Januarleben" davor. Der Kalender, der mir eine Stütze in der Erinnerung sein könnte, hilft mir nicht weiter. Diese Änderung lässt sich nicht wirklich an Erlebnissen ablesen. Entscheidungen. Veränderung. Reise. Reife.
Erfüllung scheint bei anhaltendem Erleben zur Begrenzung zu mutieren. So lange schon motiviert mich meine Unzufriedenheit zum Handeln, führt mich zu einem Zustand der Freude, der Erfüllung. Nur, dieser Augenblick des Glücks verfliegt, schneller und schneller. Die Intensität der Bewegung, des Handelns, ist zur 'Sucht' geworden. Nicht das Glück ist das Ziel, ist nur ein Trick, mich in Bewegung zu bringen. Die Veränderung, die aufwirbelnden Emotionen, die Intensität des Lebens wird zum Rausch. Tanzen. Tanzen und Alles verlieren. Verlieren oder Abwerfen? Abwerfen bevor es Zeit ist? Loslassen?
Das Jahr geht zu Ende. Das Rauschen der Bewegung weht als Erinnerung über meiner Haut.
Morgens schau ich suchend aus dem Fenster, hoffend auf Schnee; rein wie ein leeres Blatt Papier.

